Stellungnahme der Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE zur WindSeeG-Novelle 2026
17.08.2026
Die WindSeeG-Novelle fokussiert sich auf die Kosteneffizienz und die Tragfähigkeit des Ausbaus für Strom- und Netzkunden. Zugleich versteht das Ministerium die Offshore-Windenergie als einen Eckpfeiler einer klimaneutralen, resilienten und unabhängigen Energieversorgung Deutschlands. Die Offshore-Windenergie leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Transformation energieintensiver Industrien, zur europäischen Wertschöpfung und zur Sicherung industrieller Arbeitsplätze. Der Sektor steht dabei aktuell für über 30.000 attraktive, direkte Arbeitsplätze mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 14,6 Milliarden Euro.
Entscheidend ist deshalb nicht allein eine kurzfristige Senkung direkter Kosten durch möglichst hohe Ausschreibungserlöse, sondern eine integrierte Betrachtung aller volkswirtschaftlichen, direkten wie auch indirekten Opportunitätskosten. Hier steht an erster Stelle, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Projekte tatsächlich realisiert werden können, und
dass sie möglichst geringe Finanzierungskosten aufweisen; die Finanzierungskosten stellen inzwischen den größten einzelnen Kostenblock in der Wirtschaftlichkeitsrechnung von Offshore Windparkprojekten dar.