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Gutachten stellt niedersächsische Praxis beim Landschaftsbildersatzgeld infrage
Rechtsgutachten weckt Zweifel an der Rechtmäßigkeit der bisherigen Berechnung des Landschaftsbildersatzgeldes – Landespolitik muss für klare und praktikable Regeln sorgen Hannover, 21.10.2026 – Beim Landschaftsbildersatzgeld könnten Windenergieprojekte in Niedersachsen bislang nach rechtlich fragwürdigen Maßstäben behandelt worden sein. Zu diesem Ergebnis kommt ein vom Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen e. V. (LEE Niedersachsen/Bremen) in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten der Kanzlei tettau Partnerschaft mbB. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die bisherige niedersächsische Praxis, bei Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes durch Windenergieanlagen grundsätzlich ein Ersatzgeld zu verlangen, nicht mit den bundesrechtlichen Vorgaben vereinbar ist. Vor allem die Berechnung der Zahlungen anhand der Investitionskosten wirft demnach [...]
Rechtsgutachten zum Landschaftsbildersatzgeld
Nach dem Niedersächsischen Windenergieerlass von 2021 können Eingriffe in das Landschaftsbild durch Windenergieanlagen in der Regel nicht kompensiert werden. Denn nach den Ausführungen des Erlasses ist eine landschaftsgerechte Neugestaltung "zumeist nicht möglich". Vielmehr ist danach eine Ersatzgeldzahlung zu leisten, die bisher anhand der Investitionskosten ermittelt wird. Dies führt in der Praxis regelmäßig zu einer großen Diskrepanz zwischen den zunächst angenommenen und den dann tatsächlich bestehenden Investitionskosten bei Windenergieprojekten. Im September 2024 stellte das Bundesverwaltungsgericht klar, dass entgegen der gängigen Verwaltungspraxis in den Ländern eine Kompensation nicht nur durch die Beseitigung vertikaler Strukturen und durch einen Rückbau von Windenergieanlagen möglich ist. [...]
Sinkende Zuschlagswerte: Wettbewerb setzt Windenergiebranche unter Kostendruck
Hannover, 18.09.2026 – Die Zuschlagswerte für Windenergie an Land sinken weiter und liegen inzwischen teilweise sogar unter den tatsächlichen Gestehungskosten. Der ungebrochene Wettbewerb setzt die Branche damit unter erheblichen Kostendruck. So wurden auch in der jüngsten EEG-Ausschreibung bei einem ausgeschriebenen Volumen von 2.520 Megawatt erneut 461 Gebote mit insgesamt rund 5.250 Megawatt eingereicht. Bezuschlagt wurden am Ende 237 Gebote mit insgesamt 2.523 Megawatt. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert sank auf 4,79 Cent pro Kilowattstunde. Niedersachsen bleibt dabei Windenergie-Spitzenreiter: Mit 81 Zuschlägen und 835,68 Megawatt entfällt erneut der größte Anteil auf das Bundesland. Der Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen e. V. (LEE Niedersachsen/Bremen) [...]
Energiewende regional planen: LEE Niedersachsen/Bremen unterstützt Energiewenderechner
Digitales Tool bringt Erzeugung, Verbrauch und Flexibilität zusammen – über 900 Kommunen in Niedersachsen können den Rechner künftig nutzen Berlin/Hannover, 15.09.2026 – Die Energiewende wird vor Ort entschieden und erfordert daher eine Planung, die regionale Besonderheiten und Energiebedarfe berücksichtigt. Der heute durch den Bundesverband Erneuerbare Energien e. V. (BEE) veröffentlichte Energiewenderechner schafft hierfür eine neue Grundlage. Insgesamt 305 Unternehmen, Verbände, Institutionen und öffentliche Akteure unterstützen das Projekt, darunter auch der Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen (LEE Niedersachsen/Bremen). „Für eine erfolgreiche Energiewende brauchen wir mehr als abstrakte Zielbilder. Der Energiewenderechner hilft dabei, ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wo Energie erzeugt und [...]
LROP: Niedersachsen darf die Energiewende nicht selbst ausbremsen
LEE kritisiert Flächenbremsen für Photovoltaik und Windenergie Hannover, 03.09.2026 – Niedersachsen hat sich ambitionierte und rechtsverbindliche Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien gesetzt. Der überarbeitete Entwurf des neuen Landesraumordnungsprogramms (LROP) droht jedoch aus Sicht des Landesverbandes Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen (LEE Niedersachsen/Bremen), genau diesen Ausbau an entscheidenden Stellen auszubremsen. „Das Land kann nicht einerseits 30 Gigawatt Windenergie und 15 Gigawatt Freiflächen-Photovoltaik bis 2035 fordern und andererseits die dafür notwendigen Flächen immer weiter verknappen“, sagt Bärbel Heidebroek, Vorsitzende des LEE Niedersachsen/Bremen. „Das LROP darf nicht zur Flächenbremse für die Energiewende werden.“ Photovoltaik: Mehr Ausschlüsse, weniger kommunale Freiheiten Besonders kritisch sieht der [...]
Stellungnahme zur Fortschreibung des Landesraumordnungsprogrammes (LROP)
Wir begrüßen ausdrücklich, dass der überarbeitete Entwurf die Energieinfrastruktur — Wasserstoffnetz, Speicher, Netzverknüpfung, Bündelungsgebot in Abschnitt 4.2.2 Ziffer 01 Satz 4 — deutlich stärker raumordnerisch absichert als das geltende LROP. Niedersachsen hat sich mit dem Niedersächsischen Klimagesetz für beide Volumenträger rechtsverbindliche Ziele gesetzt. Hinzu treten die Flächenziele — 2,2 Prozent der Landesfläche für die Wind-energie und 0,5 Prozent für Freiflächenanlagen. Dem steht der aktuelle Ausbaustand gegenüber. Rund 90 Prozent des Freiflächenziels sind noch zu erschließen. Beide Technologien haben zuletzt an Dynamik gewonnen — und beide brauchen dafür kurzfristig verfügbare Flächen. Der vorliegende Entwurf wirkt jedoch an beiden Stellen verknappend. Anders [...]
LEE-Vorsitzende Heidebroek sieht scharfen Bund-Länder-Konflikt bei Berliner Energie-Plänen
Hannover, 24.08.2026 - „Die aktuelle Diskussion um die Pläne zur EEG-Novelle und zum Netzpaket ist keine Frage von Parteipolitik, sondern in Wahrheit ein scharfer Konflikt zwischen Bund und Ländern.“ Dies stellte die Vorsitzende des Landesverbandes Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen e. V. (LEE Niedersachsen/Bremen), Bärbel Heidebroek, am Rande des Branchentages ihres Verbandes in Hannover fest. Dabei verwies sie auf die deutliche Kritik der Bundesländer an den Plänen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. „Berlin setzt sich damit nicht nur über die Industrie- und Standortpolitik der Bundesländer hinweg, sondern gefährdet konkrete Länderinteressen bei der Stärkung der Wirtschaft und der Sicherung von Arbeitsplätzen.“ Rückläufige Investitionen in [...]
Stellungnahme der Stiftung OFFSHORE-WINDENERGIE zur WindSeeG-Novelle 2026
Die WindSeeG-Novelle fokussiert sich auf die Kosteneffizienz und die Tragfähigkeit des Ausbaus für Strom- und Netzkunden. Zugleich versteht das Ministerium die Offshore-Windenergie als einen Eckpfeiler einer klimaneutralen, resilienten und unabhängigen Energieversorgung Deutschlands. Die Offshore-Windenergie leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur Transformation energieintensiver Industrien, zur europäischen Wertschöpfung und zur Sicherung industrieller Arbeitsplätze. Der Sektor steht dabei aktuell für über 30.000 attraktive, direkte Arbeitsplätze mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 14,6 Milliarden Euro. Entscheidend ist deshalb nicht allein eine kurzfristige Senkung direkter Kosten durch möglichst hohe Ausschreibungserlöse, sondern eine integrierte Betrachtung aller volkswirtschaftlichen, direkten wie auch indirekten Opportunitätskosten. Hier steht an erster [...]
Stellungnahme zur Änderung der Allgemeinen Gebührenordnung (AIIGO) Niedersachsen
Positiv hervorzuheben ist, dass der Verordnungsentwurf an mehreren Stellen eine stärkere Orientierung am tatsächlichen Verwaltungsaufwand vorsieht. Ebenso begrüßen wir, dass einzelne Mindestgebühren dort abgesenkt werden, wo der bisherige Gebührenrahmen nicht mehr im angemessenen Verhältnis zum Verwaltungsaufwand stand. Diese Ansätze gehen aus unserer Sicht in die richtige Richtung und sollten konsequent fortgeführt werden. PDF-Download
EEG 2027 und Netzpaket: Reiche gefährdet Wachstumsbranche – Niedersächsische Abgeordnete gefragt
Hannover, 23.07.2026 – Niedersachsen behauptet auch im ersten Halbjahr 2026 seine Spitzenposition bei der Windenergie an Land. Mit 89 neu in Betrieb genommenen Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von 516 Megawatt liegt das Bundesland beim Zubau nur knapp hinter Nordrhein-Westfalen auf dem zweiten Platz im Ländervergleich. Gleichzeitig wurden landesweit 85 ältere Anlagen mit einer Gesamtleistung von 135 Megawatt außer Betrieb genommen. Insbesondere beim Repowering setzt Niedersachsen im selben Zeitraum bundesweit Maßstäbe: 47 modernisierte Anlagen sorgen für weitere 297 Megawatt zusätzliche Leistung. Damit entfallen fast 40 Prozent der im Repowering bundesweit realisierten Leistungssteigerung auf Niedersachsen. Insgesamt stehen im Land nun 6.251 Windenergieanlagen [...]