Hohe Nachfrage nach PV-Freiflächenanlagen hält an: Niedersachsen erzielt Rekordwert bei Ausschreibungen
13.05.2026
Hannover, 13.05.2026 – Die jüngste Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur für PV-Freiflächenanlagen zum Gebotstermin 1. März 2026 bestätigt erneut das große Interesse am Ausbau der Solarenergie in Deutschland. Wie bereits die vorherige war auch diese Ausschreibungsrunde deutlich überzeichnet. Die Gesamtleistung der eingereichten Gebote überstieg somit erneut die ausgeschriebene Zuschlagsmenge. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert lag bei 4,94 Cent pro Kilowattstunde und damit leicht unter dem Niveau der Vorrunde.
Das größte Zuschlagsvolumen entfiel erneut auf Bayern (693 Megawatt, 106 Zuschläge), gefolgt von Niedersachsen (340 Megawatt, 33 Zuschläge) sowie Baden-Württemberg (333 Megawatt, 45 Zuschläge).
Niedersachsen mit Rekordwert bei bezuschlagter Leistung
Besonders erfreulich aus Sicht des Landesverbandes Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen e. V. (LEE Niedersachsen/Bremen): Niedersachsen erreicht mit Zuschlägen für Projekte mit einer Gesamtleistung in Höhe von insgesamt 340 Megawatt einen neuen Höchstwert. In keiner bisherigen Ausschreibungsrunde konnte das Land ein höheres Zuschlagsvolumen verzeichnen.
„Der neue Rekordwert zeigt deutlich, dass Niedersachsen auch bei der Solarenergie eine immer wichtigere Rolle einnimmt. Diese Entwicklung ist ein starkes Signal für die Energiewende und den Wirtschaftsstandort Niedersachsen“, erklärt Silke Weyberg, Geschäftsführerin des LEE Niedersachsen/Bremen.
Wind und Solar ergänzen sich sinnvoll
Der Verband begrüßt die dynamische Entwicklung beim Ausbau der Solarenergie ausdrücklich. Gerade für Niedersachsen sei ein gezielter Ausbau verschiedener Erneuerbarer Energien entscheidend.
„Wind- und Solarenergie ergänzen sich hervorragend. Schwankungen in der Stromerzeugung können so besser ausgeglichen werden. Insbesondere in Niedersachsen, wo die Windenergie bereits stark ausgebaut ist, brauchen wir deshalb auch weiterhin einen ambitionierten Ausbau der Solarenergie“, so Weyberg weiter.
Kritik an Flächenkulisse der Ausschreibungen
Der LEE Niedersachsen/Bremen kritisiert jedoch, dass erneut ein Großteil der Zuschläge auf privilegierte Flächen entlang von Autobahnen und Schienenwegen entfällt.
„Die Konzentration auf die Randstreifen von Verkehrswegen greift zu kurz. Diese Flächen sind nicht automatisch die geeignetsten Standorte für Solarparks. Wichtige Faktoren wie die Nähe zu Netzanschlusspunkten oder industriellen Verbrauchern sowie mögliche Synergien mit anderen Erneuerbaren Energien bleiben dabei häufig unberücksichtigt“, betont Weyberg.
Der LEE Niedersachsen/Bremen spricht sich daher für eine netzdienliche Weiterentwicklung und mehr Spielräume bei der Flächenplanung aus, um den weiteren Ausbau der Solarenergie effizient und systemdienlich voranzutreiben. Die Möglichkeit von lokalen Abnahmekonzepten oder der ortsnahen Direktversorgung von Industrie- und Gewerbegebieten müsse bei der Ausweisung von Flächen von Anfang an mitgedacht werden.
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